Die Speicher- und Speicherkosten für Mainstream-PCs sind im Jahr 2025 deutlich gestiegen, und zwar um 40 bis 70 Prozent. Diese Verschiebung ist vor allem auf den wachsenden Bedarf von Rechenzentren zurückzuführen, die den Boom der künstlichen Intelligenz unterstützen. Dieser Nachfrageanstieg hat zu einer Verknappung von RAM- und Flash-Speicherchips geführt, was folglich die Preise für die Verbraucher in die Höhe treibt, wie eine aktuelle Ankündigung des Technologieforschungsunternehmens Omdia zeigt.
Ben Yeh, Principal Analyst bei Omdia, erklärte, dass diese Kostensteigerungen direkt an die Kunden weitergegeben werden. Die Preiserhöhungen haben jedoch auch eine positive Seite für diejenigen, die die zunehmende Fokussierung auf "KI-PCs" leid sind, ein Begriff, der für Personal Computer verwendet wird, die mit Hardware ausgestattet sind, die speziell für die Beschleunigung von KI-Aufgaben entwickelt wurde. Die gestiegenen RAM-Kosten könnten den Vorstoß der Industrie in Richtung dieser spezialisierten Maschinen bremsen.
Während die weltweiten PC-Auslieferungen im Jahr 2025 ein Wachstum verzeichneten (Omdia meldete einen Anstieg von 9,2 Prozent im Vergleich zu 2024 und IDC einen Anstieg von 9,6 Prozent), erwarten Analysten für 2026 einen instabileren Markt. Jean Philippe Bouchard, Research VP bei IDC's Worldwide Mobile Device Trackers, bezeichnete das kommende Jahr in einer Erklärung als "extrem volatil". Sowohl Omdia als auch IDC erwarten, dass die PC-Hersteller die RAM-Knappheit aktiv steuern werden.
Der KI-Boom hat die Rechenzentren, die riesige Speichermengen benötigen, um komplexe KI-Modelle zu trainieren und zu betreiben, unter immensen Druck gesetzt. Diese gestiegene Nachfrage hat die Lieferkette belastet und zu Engpässen und Preiserhöhungen auf breiter Front geführt. Die Auswirkungen gehen über die PC-Nutzer hinaus und könnten sich auf die Kosten anderer elektronischer Geräte auswirken, die auf RAM und Flash-Speicher angewiesen sind.
Das Konzept der "KI-PCs" beinhaltet die Integration von dedizierten KI-Beschleunigern, wie z. B. neuronalen Verarbeitungseinheiten (NPUs), direkt in Personal Computer. Diese NPUs sind so konzipiert, dass sie KI-Aufgaben effizienter bewältigen als herkömmliche CPUs oder GPUs, was eine schnellere Leistung für Anwendungen wie Bilderkennung, Verarbeitung natürlicher Sprache und maschinelles Lernen ermöglicht. Die zusätzlichen Kosten für diese Komponenten in Verbindung mit dem steigenden RAM-Preis könnten KI-PCs kurzfristig jedoch für die Verbraucher weniger attraktiv machen.
Die aktuelle RAM-Knappheit verdeutlicht die Vernetzung der Technologieindustrie und die Auswirkungen neuer Technologien wie KI auf etablierte Märkte. Während die PC-Hersteller die Herausforderungen der Lieferkettenbeschränkungen und der schwankenden Preise bewältigen, könnte die Fokussierung auf KI-PCs vorübergehend nachlassen, so dass die Industrie die zugrunde liegenden Probleme angehen kann, bevor sie diese neue Geräteklasse vollständig annimmt. Die Situation ist weiterhin im Fluss, und die langfristigen Auswirkungen auf den PC-Markt werden davon abhängen, wie schnell das Angebot an RAM die wachsende Nachfrage decken kann.
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